Rennbericht live aus Falkenberg

Liebe Sponsoren und Freunde des Münch Racing Teams,

vorhin endete der erste Lauf der TTXGP European Championship für elektrisch betriebene Motorräder in Falkenberg/Schweden. Die „Falkenberg Motorbana“ liegt rund 100 km südlich von Göteborg und wurde mit ihren 1.843 m Länge 1967 eröffnet. Es finden hier hauptsächlich schwedische Meisterschaften – wie auch heute – statt. Die Superbikes und die Rookie`s 1000 fahren hier 20 Runden und wir 17 + eine Einführungsrunde. Matthias kannte die Strecke nur vom Hörensagen und ist hier noch nie gefahren.

Angereist sind wir am Vatertag und versuchten bei eisigem und heftigem Wind im Hagelschauer bei 6 Grad Celsius das Zelt aufzubauen, was leider nur leidlich gelang. Die Chinesen von Zong Shen waren schon vor uns da und wie wir erfuhren, sogar schon eine Woche vorher – sie wollten vielleicht schon mal etwas üben. Allerdings waren sie mit nur 14 Mann da – im Vergleich zu sonst deutlich unterbesetzt – hatten dafür aber einen schönen neuen Renntruck dabei.

Bei der Voranmeldung waren 27 Teams angesagt, konkret gemeldet und die Startgebühr bezahlt haben dann nur sieben Fahrer, von denen nur 5 kamen. Die zwei anderen sagten ab, weil sie nicht fertig wurden. Die restlichen vorangemeldeten 20 Teams sind mit konkurrenzfähigen Maschinen auch nicht fertig geworden. Es ist ein schnelllebiges Geschäft mit den Elektromotorrädern, die Rundenzeiten purzeln praktisch von Monat zu Monat und von den europäischen Konkurrenten aus 2010 und 2011 sind nur noch die Chinesen (Zweitsitz in Portugal) übrig geblieben, alle anderen haben das Entwicklungstempo bisher nicht mitgehen können, den Anschluss daher nicht geschafft und sind nun meilenweit hinter uns her. Das mit dem nicht fertig werden kennen wir aus eigener Erfahrung. Wir wollten heute eigentlich mit dem neuen Wittensteinmotor, der ein signifikantes Leistungsplus bei nur 3 kg mehr Gewicht verspricht, an den Start gehen – aber wir wurden auch nicht fertig. Zum nächsten Lauf auf dem Hungaroring in drei Wochen werden wir diesen Motor – so Gott will – aber einsetzen können.

Irgendwie hat der Durchschnittsschwede ein anderes Kälteempfinden als der Durchschnittsdeutsche, was ich schon bei früheren Wohnmobilurlauben bemerkte. Während wir mit Unterhemd, langem Hemd, Pulli und Jacke leicht oder stark frösteln, läuft der Schwede mit kurzen Hosen und kurzem Hemd herum und scheint sich dabei pudelwohl zu fühlen – erstaunlich. Auch der ständig pfeifende Wind scheint ihm nichts aus zu machen.

Vorgestern dann das erste freie Training mit einer faustdicken Überraschung für mich. Matthias fuhr eine Rundenzeit von 52.706 und HoChi Fung eine von 53.204 – die Chinesen hatten also über den Winter gut gearbeitet und waren hautnah an uns heran gekommen, obwohl wir auch nicht geschlafen haben – das hätte ich so nicht erwartet (allerdings kannte Matthias die Strecke noch nicht so richtig). Fung bekam dann während des Trainings von seinem Team angezeigt, dass der Unterschied zum Weltmeister nur noch bei 0,498 Sekunden liegt – bei diesem Kurs nicht sehr viel – und versuchte eine Schippe drauf zu legen. Leider übertrieb er es mit dem Ehrgeiz und stürzte, blieb aber weitgehend unverletzt. Was mit dem Motorrad passierte, konnten wir nicht in Erfahrung bringen, denn es wurde sofort in die hermetisch abgeriegelte Box gebracht. Auch die beiden Mavizen mit Peter Linden und Stefan Bernström schienen nicht optimal zu laufen und hörten sich irgendwie nicht sonderlich gesund an. Der zweite Chinese, Tang Yu fuhr sehr konstant, aber über 3 Sekunden hinter Matthias her.

Als dann um 17.05 Uhr das zweite Training angesagt war, kam HoChi Fung mit der runderneuerten Maschine (die chinesischen Ingenieure hatten perfekte Arbeit geleistet !) aus der Box und fuhr auf Anhieb eine Rundenzeit von 51.105 – also über 1.6 Sekunden schneller als Matthias – Schluck !!

Matthias packte dann der absolute und durch nichts mehr zu bremsende, zu beruhigende oder wegzustreichelnde Kampfgeist und er brannte dann in der ich weiß nicht mehr wievielten Runde auf trockener Strecke eine 50.581er Zeit auf den Asphalt – Staunen bei den Chinesen, bei mir und bei den beiden restlichen Teams. Matthias fuhr unter Volllast 23 !!! Runden, obwohl wir nur 18 brauchen und Thomas Schuricht lächelte zufrieden, da sein ausgetüfteltes Batterie- und Temperaturmanagement mehr als aufzugehen scheint. Viele Piloten der 600er-Verbrenner können von solchen Rundenzeiten nur träumen.

Gestern Morgen dann bei 12 Grad und Schleierwolken, leichtem Wind aus Nord, um 9.30 Uhr zuerst Fahrerbesprechung. Die Stimmung bei uns war sehr gut. Um 12.25 Uhr dann die erste Qualifikation. Es war ein typisches Aprilwetter, obwohl wir schon den 19. Mai hatten, stärkerer Wind kam auf und 20 Minuten vor der Qualifikation fing es an zu regnen. Thomas zückte schon die Regenreifen, als es plötzlich wieder aufhörte zu regnen. Der Asphalt, obwohl nicht sehr warm, trocknete wegen dem Wind aber wieder rasch ab und wir entschieden uns gegen Regenreifen – die Slicks blieben drauf.

Der Kampjetpilot Peter Linden konnte auf der Mavizen eine 58.789er Zeit fahren, beide Chinesen fuhren Renndistanz und HoChi Fung eine 51.524er Zeit, also langsamer als im zweiten Training. Er suchte wohl erst mal die ideale Linie, oder wollte sich einfach nur qualifizieren, ohne wieder im Gras zu liegen. Tang Yu fuhr eine 55.817er Zeit. Matthias blieb neun Runden draußen mit einer Bestzeit von 50.143, also nochmals eine Verbesserung von 0,4 Sekunden. Zu bemerken ist, dass Fung versuchte sich hinter Matthias zu klemmen, um seine Linie zu studieren, aber unser alte Haase hatte das natürlich bemerkt und nicht zugelassen.

Gestern um 17.05 Uhr dann die zweite Qualifikation. Der Wetterbericht sagte Regen voraus und irrte sich glücklicherweise wieder einmal – es war trocken bei 12 Grad und Durchschnittsschweden in kurzen Hosen. Wenn Matthias eine Stärke hat, die man besonders hervorheben muss, dann ist es seine Konstanz – einmal schnell gefahren, wird er niemals mehr langsamer und hält stoisch seine Rundenzeiten und so war es auch bei der zweiten Qualifikation. Matthias ist 18 Runden gefahren und mit zwei Ausnahmen in allen Runden in einer 50er Zeit (zwischen der vierten und der sechzehnten Runde lagen 0,003 Sekunden Unterschied !!). Ein Mal ist er allerdings gegen meinen ausdrücklichen Willen an seine Grenzen und die der Maschine gegangen und fuhr eine 49.822er Zeit, was ihm zum ersten Startplatz für das heutige Rennen verhalf, aber nicht nötig gewesen wäre, denn HoChi Fung fuhr eine 50.917er Zeit.

HoChi Fung und Tang Yu haben alles was sie hatten gegeben und sind über Ihre Grenzen, sprich über Schotter (HoChi Fung in der siebten Runde und Tang Yu über Gras in der 18. Runde) gegangen. Hochachtung für den unglaublich kämpferischen und verbissenen Einsatz, aber um Matthias zu schlagen reichte das Zusammenspiel von fahrerischem Können, Technik, Fahrwerk und die vielen Kleinigkeiten, die das Gesamtkunstwerk „Rennmotorrad“ ausmachen, und für das Thomas Schuricht steht, nicht aus, obwohl der finanzielle Einsatz der Chinesen deutlichst über unserem Budget liegt.

Nochmals hohen Respekt vor der Entwicklungsleistung der Chinesen, die in nur 18 Monaten vom absoluten Außenseiter zum echten und momentan einzigen ernstzunehmenden Konkurrenten wurden. Was mich besonders beeindruckt ist, dass sie trotz der vielen tausend Fotos, die sie im letzten Jahr von unseren Maschinen gemacht haben, uns nicht kopiert haben – ich dachte, wir sehen hier eine Münch TTE-2 made by Zong Shen, aber es ist nicht so. Die Briten (Mavizen), denen wir noch Anfang 2010 gerade so auf Augenhöhe begegnet sind, haben die Entwicklungen komplett verschlafen, keine vernünftige zukunftsträchtige Strategie und sind nur noch zu bedauern. Von den anderen kann ich es nicht beurteilen, denn sie sind nicht hier – auch Honda, in Tokio noch großartig vorgestellt, nicht.

Nach dem Warm up um 8.45 Uhr, dass keine Überraschungen brachte, außer dass Matthias mittlerweile die Ideallinie genau kannte und einige Runden in einer niedrigen 49er Zeit fuhr, dann vorhin um 13.35 Uhr bei schönem Wetter, leichtem Nordwind und ca. 16 Grad Celsius, also idealen Bedingungen, das Rennen.

Vom Start an fuhr Matthias voraus und zog überlegen seine 49er Runden, Runde für Runde wie immer und ohne den kleinsten Fahrfehler äußerst konstant, bis in der letzten Runde der Schreck kam. HoChi Fung hatte von Anfang an offenbar nicht vor, mit Matthias zu fechten, da er sich keine Chancen ausrechnete und daher bei seinem Teamkollegen Tang Yu blieb und auf Sicherheit fuhr. Die britischen Maschinen konnte er auch so auf Distanz halten. In der letzten Runde hatte Matthias nahezu eine Runde Vorsprung und die beiden Chinesen direkt vor dem Visier. Am Eingang der rechts-links Schikane bremste der von den beiden Chinesen hinten liegende Tang Yu an, warf sich nach rechts, Matthias war schräg links hinter ihm und wollte auf der Außenlinie überrunden. Plötzlich ließ Yu die Bremse los und fuhr gerade aus in Richtung Auslaufzone. Matthias musste, um einen Zusammenprall zu vermeiden, so stark in die Eisen gehen, dass sich sein Hinterrad bedrohlich hoch in der Luft befand und ein Salto nach vorne sehr wahrscheinlich war. Glücklicherweise wurde es kein Salto, sondern nur eine plattgerutschte Stelle im Vorderrad, was nicht sonderlich zur weiteren Fahrwerksstabilität beitrug.

Ich will Zong Shen hier nichts unterstellen, aber äußerst merkwürdig ist diese Situation schon, zumal HoChi Fung in den verbleibenden Metern der letzten Runde sechs !! blaue Flaggen (zeigen an, dass ein schnellerer Fahrer hinter dir ist und überholen will) „übersah“, wie er später berichtete – das kann eigentlich überhaupt nicht sein. Böse Zungen behaupten, dass Herr Yu Matthias absichtlich abschießen wollte, um Zong Shen zum Sieg zu verhelfen. Wir werden die Angelegenheit durch die Rennkommissare überprüfen lassen, denn eine Aussprache mit den Chinesen brachte überhaupt kein Ergebnis. Meine Sympathie für die Chinesen, die ich noch vor dem Rennen hatte, ist komplett dahin – so etwas macht man einfach nicht.

Matthias war in der letzten Runde nun verständlicherweise äußerst angefressen, hoppelte voran und überrundete und demütigte trotz hoppelndem Fahrwerk auch noch HoChi Fung kurz vor der Ziellinie. Der Zweitplatzierte wurde überrundet – Demütigung – RECHT SO !!!

Thomas Schuricht hatte für das Rennen bei 370 Volt 280 Amper frei geschaltet und als Matthias nach 18 Runden herein kam, hatte er noch 322 Volt Spannung in der Batterie. Er hätte also ohne Nachladen noch einmal das gesamte Rennen fahren können. Vielleicht müssen wir uns in Ermangelung von ebenbürdigen Konkurrenten aus der E-Szene nun daran machen, in den Rennserien gegen die schnellsten Verbrenner zu fahren. Ich werde das versuchen, bei der behördenähnlich agierenden FIM anzustoßen – vielleicht für 2014 oder so.

Die momentane absolute Dominanz von Münch erfreut und erschreckt mich gleichermaßen.

Einige Bilder sind schon auf der homepage.

Ich danke unseren Sponsoren, die uns das alles erst ermöglichen und die deutsche Fahne hoch halten.

Ihr/Euer
Thomas Petsch

 

MÜNCH erneut Weltmeister


Wir waren überglücklich!
Trotz Gewicht-Handicap sauschnell der Fahrer Mattias Himmelmann.
In Vertretung des MÜNCH-Clubs Gyula Takacs, Thomas Petsch und der Chefmechaniker und Entwickler Thomas Schurich. 

Weitere Infos über das Team erfahren Sie hier.

Außerdem der komplette Rennbericht von Thomas Petsch.

 

 

Mattias Himmelmann auf der Siegertreppe

 

Parc fermé. In der Mitte die siegreiche MÜNCH

 

Auf dem Weg nach Le Mans Treffen mit dem MÜNCH-Gespann von Albert Stehle.
Die zwei China-Girls sind keine Ausnahme. Menschen, welche nicht unbedingt Motorrad Experten sind, reagieren spontan auf die MÜNCH´s:
Wow, these are not ordinary Bikes, for sure. Must be something very very special!
Womit sie Recht hatten.

 


Erklärung an die Flics:
Wir fahren gleich weiter!
Non non, pas de problème.
Und die ewige Frage: Was sind sie heute wert?
Antwort: Für ein solches 40 Jahre altes Motorrad bekommt man heutzutage 4 nagelneue Superbikes der
200 PS Klasse.

 


Zwischenstation auf dem Heimweg:
Die Kathedrale von Reims. DAS französische Nationalheiligtum. Dieses Jahr exakt 800 Jahre alt.
Klar daß wir nicht vorbeifahren konnten!

 

Vorläufige Endstation Lotti´s 70ster Geburtstag den Stefan Seuß und Gyula Takacs in Vertretung des MÜNCH-Clubs mit der kompletten Familie Münch feiern durften. Gleichzeitig konnten wir Friedel die Nachricht vom Weltmeisterschaftstitel persönlich überbringen. Friedel hatte sich riesig gefreut.
Diese Freude miterleben zu dürfen war den “kleinen Umweg” wert.
Bei einer Gesamtdistanz von ca. 2300 km tut das nichts mehr zur Sache. Gegen 22.00 Uhr waren wir müde und überglücklich in Coburg. Einschlafen kann man dann immer noch nicht. Man schließt die Augen und sieht sofort das graue Band der Straße, spürt immer noch den Wind und die Vibrationen des Motors in den Fußrasten…

 

Die MÜNCH´s im Paddock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kathedrale von Reims

Bild von einer anderen Zwischenstation auf dem Nachhauseweg. Die Kathedrale von Reims; schon wegen des denkwürdigen Jubiläums 1211 – 2011, exakt 800 Jahre.

Motorradreisen ist etwas anderes als aus einer klimatisierten Sänfte zu steigen mit Parkplatzsuche und dem ganzen Drumherum. Stattdessen steuert man auf das Objekt zu und hält – BUMM – genau davor. Und der Kopf ist frei, weil man zuvor nur den Wind, den Motor und sich selbst gehört hat. Keinen blöden Dudel Funk und Reklamesprüche. Und so gehen Dir spontan ganz andere Dinge durch den Kopf: Wie muss das wohl ausgesehen haben vor 800 Jahren, als sie mit dem Bau begannen.

Ärmliche Hütten, die meisten Menschen hatten nicht mehr Kleider als die, welche sie auf dem Leibe trugen. Offene, d. h. gar keine Kanalisation unbeschreiblicher Gestank nach unseren heutigen Begriffen, Hausschweine und streunende Hunde auf offener Straße. Keine Straßenwohlfühlcafes, weder Shoppingevents noch Flaniermeilen. Das Diesseits war so erbärmlich, dass jeder Durchschnittstourist, der sich in diesem Zeitalter verloren hätte, entsetzt die Heimreise buchen und ein Vollbad nehmen würde. Aber es war, wie gesagt, eine andere Zeit.

Eine Zeit in der das diesseitige Leben nur eine Phase des Bestehens und der Prüfung war. Einzig das Jenseits zählte. Und inmitten des banalen Elends lebten die Menschen für eine Vision; den Bau einer Kathedrale. An großen Bauwerken gab es bislang nur klobige Fels- und Mauerbrocken in Gestalt von Burg- und Festungsanlagen, von der Luftigkeit antiker Säulen abgesehen.

Aber die Menschen wollten höher hinaus. Man hatte nur Steine, weder Stahl noch Beton mit denen sich architektonische Superlative viel leichter bewerkstelligen lassen. Bei Stein ist mit ca. 150m (Kölner Dom) statisch ziemlich das Ende erreicht. Noch höher würde bedeuten, dass das Gewicht des Bauwerks die eigenen Fundamente zerbröseln ließe. Mit Stahl (Eifelturm 300 Meter, Twin Towers 500 Meter) kommt man schon wesentlich höher. Die Menschen der Gotik hatten den Wunsch so zu bauen, dass Luftigkeit und Leichtigkeit die Schwere des Steines vergessen lassen sollten. Obendrein ergoss sich im Inneren durch Glasfenster das Licht in allen Farben des Regenbogens. Wohingegen sie in ihren eigenen Häusern mit gespannten Fellhäuten vorlieb nehmen mussten; Glas war unerschwinglich. Somit architektonisch die Aussage: Wir empfinden unsere irdische Existenz als zweitrangig all unser Lebenssinnen und Trachten gilt der Ewigkeit.

In abgewandelter Form war das schon bei den alten Ägyptern so. Auch ihr Alltag war von Lehmbauten beherrscht, welche für die Vergänglichkeit bestimmt waren. Der Tourist, welcher heute nach Ägypten reist, bestaunt eigentlich eine gigantische Friedhofsarchitektur.

Was hingegen finden wir heutzutage vor? Was bestimmt unser Hier und Jetzt, wenn wir durch irgendeine Großstadt auf irgendeinem Kontinent flanieren? Beispiel Frankfurt City oder New York Manhattan. Die beeindruckendsten Bauwerke leisten sich Banken und Finanzgewerbe. Auch hier erfüllt Architektur die gleiche Aufgabe wie in der Antike oder der Gotik. Man will mit dem Bauwerk beeindrucken. Der moderne Mensch aber hat den Glauben an Religion und Jenseits verloren. Seit Nietzsche ist Gott mehrheitlich tod. Wenn mich jemand fragen würde: Gyula: „ Glaubst du an ein Leben nach dem Tode?“ So Wäre meine Antwort: „ Ich weiß nicht so recht, – eigentlich eher nicht; aber wenn es so wäre, würde ich dies als schöne Überraschung betrachten.“

Somit wurde das alte Lebensgefühl von dem der Banken und Großfinanz abgelöst. Eine Bank ist eine extrem unsichere Institution. Nichts auf der Welt ist so unsicher wie die Sicherheit einer Bank. Wenn beispielsweise hundert Kontobesitzer einen bestimmten Betrag von sagen wir 1000€ auf ihre Konten einzahlen so verleiht die Bank daraus am gleichen Tag mindestens 10.000€. Sie tut dies weil sie sich normalerweise darauf verlassen kann, dass nicht alle Kontoinhaber ihr Geld zum gleichen Zeitpunkt abheben. Beim sogenannten „bankrun“ , in einer Krise, kann dies durchaus geschehen. In solch einem Fall steht eine große Menschenschlange vor den Bankschaltern und bekommt letztendlich – nichts. Wie fast tagtäglich immer wieder in Nachrichten zu sehen. Und ich wage eine Prognose: Diese Bilder werden wir immer häufiger sehen.

Wir lernen: Bank ist Bluff.

Schon interessant wie Architektur in der Geschichte der Menschheit immer wieder die Mäntel wechselt und ungeachtet dessen, – ewig die Gleiche bleibt…

 

Hier ein Beitrag von Chris (Christina) Ryser, welche Albert und ich in Le Mans getroffen haben, eine ganz reizende Person und eine hervorragende Fotografin wie ihr sehen könnt.

“Hallo Ihr zwei, habe im Moment leider echt mega Stress, darum kommen die Bilder erst so spät. Es war ein wunderschönes Wochenende mit vielen wirklich interessanten, netten Menschen. Es war sehr schön Euch kennenzulernen. Vielleicht treffen wir uns ja mal wieder auf der Strecke. Viele Grüße Chris”

 

Film Mammut

Alles gut und schön, Freunde. Aber ich hätte da durchaus ein Thema, geeignet zur Polarisierung. Der Film Mammut mit Isabelle Adjani und Gerard Depardieu hat bei Andrea und mir durchaus gemischte Gefühle hinterlassen; ganz und gar nicht wie bei Winni Scheibe. So gut er in seinem Buch über Friedel urteilen mag, aber hier…??? Wir wären mächtig gespannt über das Urteil eines jeden der das Forum besucht und den Film gesehen hat . Ob es nun ganze Sätze sind oder ein einziges Wort; ein gehobener oder gesenkter Daumen…- völlig egal. Am Ende werden auch wir unser Urteil abgeben, aber wir wollen nicht vorgreifen. Also Mut, wir sind mächtig gespannt! Andrea & Gyula

Hallo Welt!

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d.h.  sowohl Kommentar als auch gelegentliche Antwort.